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Do - Der Weg

Das Sinnbild do enthält zwei Zeichen: Kopf und Gehen. Es stammt ursprünglich aus der Lehre vom Tao und meint dass das Wesentliche des Menschseins vom Kopf und vom Gehen ausgeht. Gehen, Bewegung der Beine, ist so entscheidend wie die Tätigkeit des Kopfes, das Denken. Es bedeutet, der Kopf soll sich konzentrieren auf das Gehen, dadurch wachsen dem Menschen Kräfte.

 

So steht das Zeichen do als höchstes Prinzip für tao. Durch dieses do lebt und atmet alles.

 

Es gibt viele Wortverbindungen mit Weg (do): zendo der Weg des Zen, judo der sanfte Weg, kendo der Weg des Schwertes, bushido der Weg des Ritters, hai-kai-do der Weg der Dichtung, shinto der Weg der Götter. Do ist die japanische Aussprache für das tao des Laotse. Das Wort wird verschieden übersetzt mit Weg, Pfad, Natur, Weltordnung, Sitte, Tugend usw. Ursprünglich ist damit etwas Geistiges gemeint. Laotse verwendet das Wort auch in diesem Sinn. Mit dem do oder tao ist von Anfang an etwas Geheimnisvolles verbunden. Das do ist die Rückkehr zum Ursprung, zum Urquell allen Seins. Im großen Meer des do verlöscht alles Leid und die Gegensätze heben sich auf. Der Mensch kommt zum Frieden mit dem All-Einen und zum Frieden mit sich selbst. Ohne do vermögen wir nichts und alles ist aus dem do geschaffen.

 

Wie kann man zu diesem do gelangen? Es ist sehr leicht und sehr schwer zugleich den Weg zu beschreiten. Das Zeichen sagt Kopf und Gehen. Im Gehen haben die Großen immer einen Weg gefunden der zum Innersten des Menschen führt. Das ist so einfach, dasses die Meisten verlachen. Sie vermuten nichts Besonderes in dem einfachen Gehen.

 

Do ist Kopf und Gehen und Größeres hat noch keiner zwischen Himmel und Erde gefunden.

 

„Im Geiste des do sollen wir wandeln, es ist kein alltäglicher Weg“, heißt es bei Laotse. Aus dem do werden die Dinge der Tiefe, des Unergründlichen bewirkt. Von hier kommt aller Segen und alle Fülle. Do ist das Symbol der Weltordnung. Wer ohne do lebt, muss erschlaffen und versinkt. Mit do meistern wir das Leben. Sprich nicht viel darüber, lebe den großen Gedanken. Der Weg führt abseits von Prunk und Ruhm.

 

Nicht das Große und Gewaltige führt zum do, eher das Zarte und Schwache. „Do hat Wirklichkeit und man kann sich darauf verlassen“ (Chuang tzu).

 

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